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Arthrofibrose und Schmerzen nach Gelenks-OP


|   Expertentipp

Expertentipp von Priv.-Doz. Dr. Ralf Rosenberger | Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

 

 

Arthrofibrose ist eine Komplikation nach Gelenkseingriffen, bei der es zur krankhaften Vermehrung von Bindegewebe kommt. Typische Merkmale sind Bewegungseinschränkung mit einem oft beschriebenem „Schraubstockgefühl im Gelenk“, Schwellung, Überwärmung und Schmerz. Die Krankheitsentstehung ist bisher nicht eindeutig geklärt, Störungen im vegetativen Nervensystem dürften aber eine große Rolle spielen. Risikofaktoren für primäre Arthrofibrose sind genetische Prädisposition, Voroperationen, Rauchen oder eine Physiotherapie über die Schmerzschwelle hinaus. Die sekundäre Arthrofibrose hat meist eine mechanische oder infektiöse Ursache. Eine genaue Abklärung der Patientin bzw. des Patienten mit Feststellung der Arthrofibroseform und die exakte Analyse der Implantatposition (nach Gelenksprothese- oder Kreuzband-OP) ist für den Therapieerfolg entscheidend! Ein ganzheitlicher Ansatz kann vielen Arthrofibrose-Patienten helfen. Sie werden dabei über jeden Schritt gut informiert und aktiv in die Therapiegestaltung mit eingebunden. Entweder ohne Revisionsoperation oder begleitend dazu werden ausgewählte physiotherapeutische und osteopathische Techniken, spezielle Medikamente, Ernährungsanpassungen und psychologische Methoden angewandt und mit komplementären Heilverfahren individuell ergänzt. Betroffenen wird empfohlen, sich an eine erfahrene Spezialistin bzw. einen erfahrenen Spezialisten zu wenden.

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