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Arthrose oder Arthritis?


|   Expertentipp

Expertentipp Univ.-Doz. Dr. Michael Fiegl | Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Geriatrie

 

Bevor die richtige Behandlung bei Gelenkschmerzen gewählt werden kann, muss deren Ursache geklärt werden. Die Innere Medizin ist der richtige Ansprechpartner, um den genauen klinischen Status zu erheben. Dies geschieht durch Betasten, Drücken und eine umfassende Wahrnehmung des schmerzenden Gelenks und seiner Bewegungseinschränkung. Wichtig ist zu unterscheiden, ob nur eines betroffen ist, oder ob eine Symmetrie vorliegt (z. B. beide Knie) und wie weit der Schmerz ausstrahlt, z. B. vom Handgelenk auch in die Fingergelenke. Die Dauer der Beschwerden und wie sie sich im Laufe des Tages verändern ist ebenfalls bedeutsam. Darüber hinaus hilft die Radiologie mit Röntgen und MRT sowie die Laboruntersuchung („Rheuma-Parameter“) bei der Erstellung der Diagnose. So lässt sich die Unterscheidung zwischen abnützungsbedingten rheumatischen Gelenkschmerzen (Arthrose) und entzündlichem Rheuma (Arthritis) treffen. 
Eine kleine Faustregel besagt, dass Patienten mit abnützungsbedingtem Rheuma instinktiv ein Bedürfnis nach Wärme am Ort des Schmerzes spüren. Bei entzündungsbedingten rheumatischen Schmerzen wendet der Betroffene Kälte an. Durch eine intensive Beanspruchung des Gelenks kann eine Arthrose zu Arthritis führen.
Ein rein abnutzungsbedingt schmerzendes Gelenk ist ein Fall für Orthopädie und Physiotherapie. Entzündungen hingegen gehören ins Fach der Inneren Medizin, speziell zum Rheumatologen.

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