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Das künstliche Hüftgelenk – eine dauerhafte Lösung


|   Expertentipp

Univ.-Doz. Mag. Dr. Franz Rachbauer, MAS

Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

Das künstliche Hüftgelenk – eine dauerhafte Lösung

Der erfolgreiche Hüftgelenksersatz begann in den 1960iger Jahren über einen großen Schnitt mit der Verankerung der Implantate durch Acrylzement. Seither verbesserte sich das Verfahren stetig.
Die Nutzungsdauer der Implantate wurde durch Verringerung von Verschleiß, Knochenfraß und Lockerung erhöht. Inzwischen benötigen nur ca. fünf Prozent der Patienten eine Revisionsoperation innerhalb von 15 Jahren. Knochenfraß ist auf die Reaktion des Körpers auf Abriebpartikel der Polyäthylen-Kunststoffpfanne zurückzuführen, so dass späte Lockerungen eine Folge des Verschleißes sind. Das führte zu einer Verwendung von Aluminiumoxid-Keramik mit praktisch keinem Abrieb und einer Verbesserung der verwendeten Kunststoffe mit geringerem Abrieb. Eine mangelhafte Ausrichtung der Prothesenkomponenten zueinander verringert aufgrund exzentrischer Belastung, Anstoßen und Hebeln die Nutzungsdauer und Zufriedenheit. Die maßgeschneiderte Implantationstechnik, die Beckenkippung und konstitutionelle Hüftanatomie berücksichtigt, erhalten Sie am ehesten beim auf Endoprothetik spezialisierten orthopädischen Chirurgen.
Am Anfang des neuen Jahrtausends richtete sich das Interesse auf die Beschleunigung der Rehabilitation durch Verminderung der Weichteilschäden des chirurgischen Zugangsweges. Hier setzt sich der minimal invasive vordere Zugang durch, der mit maximaler Muskelschonung und geringem Blutverlust einhergeht. Die chirurgische Technik bleibt aber technisch anspruchsvoll und gehört daher in die Hand des Spezialisten.

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