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Grundlagen der Entzündung


|   Expertentipp

Expertentipp | 
Univ.-Doz. Dr. Fiegl Michael, Facharzt für Innere Medizin

 

Als Entzündung bezeichnet die Medizin eine Reaktion des Organismus auf einen meist von außen auf den Körper einwirkenden schädlichen Reiz, sei es infektiöser (z. B. Bakterien), chemischer, physikalischer (z. B. Sonnenbrand), oder mechanischer Natur (z. B. Verletzung). Am Ort der lokalen Entzündung läuft eine Kaskade von zellulären und biochemischen Vorgängen ab, welche zu Rötung, Hitze, Schwellung, Schmerz sowie eingeschränkter Funktion (z. B. entzündetes Gelenk) führen. Die Entzündungsreaktion kann, klassischerweise bei Infektion, generalisieren: Es tritt Fieber, Unwohlsein, Abgeschlagenheit und Ganzkörperschmerz ein. Im Extremfall einer überschießenden generalisierten Entzündung kann es, insbesondere bei abwehrgeschwächten Menschen, zum lebensbedrohlichen septischen Schock mit Organversagen kommen.
Durch Fehlleistungen des Immunsystems gibt es auch Erkrankungen, bei denen eine Entzündung aus sich heraus entsteht. Diese richten sich gegen körpereigene Organsysteme, einzeln oder in Kombination, schädigen Zellen und Gewebe, was wieder zu Entzündungsreaktionen führt: Es liegt eine Autoimmunerkrankung vor. Die ärztliche Kunst besteht in der korrekten Diagnose und raschen Einleitung einer effizienten Therapie, um eine Gewebsschädigung und Gefährdung des Patienten hintanzuhalten. Bedenken Sie, bei einer bakteriellen Lungenentzündung sind die Bakterien durch hochwirksame Antibiotika rasch „erledigt“, der Ablauf der heilsamen Entzündung mit Rückbildung des Eiters in den Lungenbläschen, Abschwellung der Bronchiolen, Abklingen des Fiebers und vollständiger Erholung dauert seine Zeit, die man Genesung nennt.

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