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Nabelbruch? – Schnell abklären!


|   Expertentipp

Expertentipp von Priv.-Doz. Dr. Gilbert Mühlmann | Facharzt für Chirurgie

 

Eine Schwellung oder Vorwölbung im Bereich des Nabels kann auf einen Nabelbruch hindeuten. Die Umbilikalhernie, wie der Bruch von Experten genannt wird, geht auf eine natürliche Schwachstelle in der Bauchwand zurück. Bei Säuglingen ist so ein Bruch nichts Ungewöhnliches und heilt meist von selbst aus. Wenn die Hernie hingegen bei Erwachsenen auftritt, dann tritt keine Selbstheilung mehr ein. Bei dieser erworbenen Form der Nabelhernie entsteht eine Lücke in der Bauchwandfaszie, verursacht durch eine starke Beanspruchung des Gewebes, indem der Innendruck des Bauchraums erhöht wird – sei es durch Schwangerschaft, Übergewicht, schweres Heben oder starken Husten. In vielen Fällen bleibt die Hernie symptomlos und Betroffene haben keine Beschwerden. Wenn die Lücke größer wird und sich Teile der Bauchorgane durchschieben und eingeklemmt werden, dann muss schnellstens operiert werden. Starke Schmerzen in der Nabelgegend, Übelkeit und Erbrechen deuten auf einen solchen akuten Bruch hin. Der chirurgische Eingriff hat zum Ziel, den Bauchinhalt zurückzuschieben und die Lücke in der Bauchdecke zu schließen. Bei einer kleinen Hernie näht der Chirurg oder die Chirurgin das Gewebe zusammen, bei einer größeren setzt er oder sie zusätzlich ein Kunststoffnetz zur Stabilisierung ein. Um den Umstand, ein Kunststoffnetz einsetzen zu müssen, zu vermeiden, sollten auch kleine asymptomatische Nabelbrüche frühzeitig operiert werden.

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