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Neue Behandlungswege an der Schilddrüse


|   Expertentipp

Expertentipp von Dr. Dirk Heute | Facharzt für Nuklearmedizin

Schilddrüsenerkrankungen sind keine Seltenheit. Nahezu jeder kennt Betroffene oder ist selbst von einer Unter- oder Überfunktion oder Knoten in der Hormondrüse betroffen.  Mittlerweile muss bei Knoten nicht mehr zwingend operiert werden. Dank der sogenannten Radiofrequenzablation (RFA) lautet die Devise „veröden statt operieren“. Ein solcher Eingriff erfolgt ambulant und unter lokaler Betäubung. So werden die Risiken einer herkömmlichen Schilddrüsenoperation unter Vollnarkose minimiert. Dabei hinterlässt die RFA auch keine bleibende Narbe. Behandelt wird nur das knotig veränderte Gewebe, sodass der funktionstüchtige Teil der Schilddrüse erhalten bleibt. Vor der RFA muss die Gutartigkeit des Knotens mittels Szintigraphie und ultraschallgezielter Feinnadelbiopsie bestätigt werden. Ähnlich wird auch während der RFA unter ständiger Kontrolle mittels hochauflösendem Ultraschall eine dünne Sonde in den Schilddrüsenknoten geführt, die dort eine lokale Erhitzung provoziert. In der Regel kann dann im Anschluss auf eine Hormon-Ersatztherapie mit Tabletten verzichtet werden. Während der Behandlung können Patienten normal atmen, schlucken und auf Aufforderung auch sprechen. Bei Bedarf kann die RFA jederzeit unterbrochen werden. Meist reicht eine einmalige Behandlung aus, selten ist eine zweite Therapie erforderlich. Sollten Sie an einer krankhaften Veränderung der Schilddrüse leiden, berät Sie Ihr Facharzt für Nuklearmedizin gerne, ob eine RFA bei Ihnen in Frage kommt.

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