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Prostata-Krebsverdacht? – MRT-zielgerichtete Punktion


|   Expertentipp

Expertentipp von Univ.-Prof. Dr. Andreas Reissigl |Facharzt für Urologie

Ab dem 45. Lebensjahr sollten Männer Vorsorgeuntersuchungen durchführen, um Prostatakrebs – die häufigste geschlechtsspezifische Krebsart – früh zu erkennen. Dazu gehören eine rektale Untersuchung sowie die Bestimmung des PSA-Werts im Blut. Da ein erhöhter PSA-Wert ein Indiz für Prostatakarzinom sein kann, besteht die Möglichkeit in diesem Fall zusätzlich ein MRT durchzuführen. Bei Gewebeauffälligkeiten in der MRT-Darstellung wird der Facharzt Proben entnehmen (Biopsie). In der Privatklinik Hochrum steht dafür die technische Ausrüstung für das weltweit modernste Verfahren zur Prostatabiopsie zur Verfügung. Während bisher an 12 Stellen Gewebe entnommen werden musste, ist mit der sogenannten Fusion eine zielgerichtete Gewebeprobe möglich. Wie funktioniert das? Der MRT-Bilddatensatz wird in das Ultraschallgerät eingespielt, eine spezielle Software legt das MRT- über das Ultraschallbild. In der Folge sieht der Arzt nun auch im Ultraschall genau, wo das suspekte Gewebe liegt. Mit der Fusionstechnologie kann exakter diagnostiziert werden, ob Tumorzellen vorliegen und – ein weiterer großer Vorteil – ob es sich um ein behandlungsbedürftiges, klinisch signifikantes Karzinom handelt. Denn nicht alle Tumoren müssen behandelt werden, es gibt z.B. auch „schlafende“ Karzinome, bei denen nur eine aktive Beobachtung notwendig ist. Die Biopsie kann in Lokal-, Teil- oder Vollnarkose durchgeführt werden.

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