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Refluxbehandlung – Diät, Tabletten oder OP?


|   Expertentipp

Expertentipp von Univ.-Doz. Dr. Tanja Bammer | Fachärztin für Chirurgie

Reflux bezeichnet das Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre, wobei nicht jeder Reflux mit Sodbrennen einhergeht. Reflux kann sauer oder nicht sauer, flüssig oder gasförmig sein. Es gibt prinzipiell drei Therapiemöglichkeiten: Ernährungs- und Lebensstilumstellung, Einnahme von säurehemmenden Medikamenten oder operative Sanierung des Schließmuskels und des Zwerchfellbruchs.

Von einer Operation profitieren Patienten, die 1. seit längerer Zeit an einer Refluxerkrankung leiden und die trotz Tablettentherapie in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind, 2. die an entzündlichen, medikamentenresistenten Gewebeveränderungen in der Speiseröhre leiden, 3. die Symptome wie Regurgitieren (Hochfließen von Speisebrei), Sodbrennen, hüsteln und Husten aufweisen.

Erst nach einer umfangreichen Abklärung mittels Anamnese, Gastroskopie und funktioneller Speiseröhrenabklärung (d. h. Druckmessung in der Speiseröhre zur Beurteilung von Schließmuskel und Pumpbewegung sowie eine 24-h-Säuremessung) wird eine Operation indiziert.

Nach dem Eingriff treten häufig vorübergehende Beschwerden auf. Dazu zählen Schluckbeschwerden, ein luftgefüllter Magen aufgrund von Luftschlucken beim Reden und Essen (sog. Gas bloat), Blähungen und Winde.

Trotz dieser Symptome sind über 90 % der Patienten mit dem Ergebnis zufrieden und eine Langzeitstudie zeigt, dass nach 20 Jahren immer noch 80 % die Operation sofort wieder durchführen würden.

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