Wir sind am Puls der Zeit

Modernität und die Nähe zur Bevölkerung sind Herzstücke unserer Hausphilosophie. Hier finden Sie aktuelle Themen, Termine für Informationsabende und Sie erfahren, was es in unserem Haus Neues gibt.
Sie befinden sich hier: Home » News & Presse

Reisethrombose – wie vorbeugen?


|   Expertentipp

Expertentipp von Dr. Jörg Schnapka | Facharzt für Chirurgie/Gefäßchirurgie

Bald beginnt die Reisezeit und wieder stellt sich die Frage, wer bezüglich Reisethrombose gefährdet ist und wie ihr vorgebeugt werden kann. Die Reisethrombose, die als „Flugthrombose“ nach Langstreckenflügen bekannt geworden ist, ist keine Sonderform. Ihre Entstehung ist auf dieselben Konstellationen wie jede Thrombose zurückzuführen: Man sitzt recht lange, egal ob im Flugzeug, Auto oder Bus, weiters ist problematisch, dass die Wadenmuskulatur oft nicht aktiviert wird und man meist zu wenig trinkt. Das Zusammentreffen mehrerer dieser Faktoren kann bei einschlägiger Veranlagung zu einer Thrombose führen. Besonders gefährdet sind Menschen, die schon eine Thrombose gehabt haben oder die an Venenerkrankungen leiden. In der Prophylaxe spielen Allgemeinmaßnahmen wie das Tragen von Kompressionsstrümpfen, aber auch Bewegungsübungen, Fußwippen, wiederholte Pausen beim Autofahren und das Gehen mehrerer Schritte sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr die Hauptrolle. Zusätzliche vorbeugende Maßnahmen mittels Medikamenten sind nur bei hohem Risikoprofil angezeigt, das heißt, nach einer vorangegangenen Thrombose, bei kurz zurückliegenden Operationen mit hohem Thromboserisiko und bei Vorliegen bestimmter bösartiger Erkrankungen. Bei dieser medikamentösen Prophylaxe werden Antithrombosespritzen verabreicht – die Einnahme von Acetylsalicylsäure-Präparaten (z. B. Aspirin) bietet hingegen keinen ausreichenden Schutz.

Zurück