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Volksleiden Gallensteine


|   Expertentipp

Expertentipp von Dr. Thomas Pittl | Facharzt für Chirurgie

Die Gallenblase liegt im rechten Oberbauch und dient als Speicherorgan für die sog. Gallenflüssigkeit, die in der Leber gebildet wird. Etwa 15 % der Frauen und 7,5 % der Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens Steine in der Gallenblase – jedoch nur ein Viertel von ihnen wird symptomatisch.  Die Beschwerden sind z.T. unspezifisch und können denen anderer Erkrankungen (z. B. Gastritis) ähneln. Typische Zeichen einer Gallenentzündung (Kolik) sind rasch zunehmende Schmerzen im rechten Oberbauch, die teilweise in den Rücken oder die rechte Schulter ziehen. Sie treten vor allem nachts auf. Als Ursache nimmt man eine Druckerhöhung in der Gallenblase an, verursacht durch Steine, die den Gallenblasenausgang verschließen. Hält dieser Verschluss länger an, kann die Kolik akut werden. In diesem Fall sollte eine möglichst rasche Entfernung des Organs erfolgen. In speziellen Fällen kann auch die Gabe von intravenösen Antibiotika angezeigt sein, die stationär beobachtet wird. Kann die Kolik medikamentös durchbrochen werden, ist die Operation auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Der Eingriff erfolgt in den meisten Fällen minimalinvasiv (Knopflochchirurgie): Dabei wird die gesamte Gallenblase inklusive der Steine entfernt. Postoperativ sollten Patientinnen und Patienten eine Zeit lang eine fettarme Diät einhalten. Bereits einige Wochen später ist der Großteil von ihnen wieder völlig beschwerdefrei. 

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