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Vorsorge: Eine Darmspiegelung kann Ihr Leben retten


|   Expertentipp

Expertentipp von Dr. Thomas Pittl | Facharzt für Chirurgie

 

Darmkrebs ist der zweithäufigste Tumor weltweit. Jährlich sterben ca. 700.000 Menschen daran. Etwa 90 Prozent der Darmtumore entstehen über einen Zeitraum von zirka zehn Jahren aus sogenannten Dickdarmpolypen. Das Gefährliche am Dickdarmkrebs ist, dass er meist erst spät Beschwerden verursacht. Zu den Symptomen dieser Erkrankung zählen Blut am Stuhl, Bauchschmerzen, länger anhaltende Stuhlunregelmäßigkeiten (Durchfall oder Verstopfung), Abgeschlagenheit, und Gewichtsverlust. Die Darmspiegelung ist die beste und aussagekräftigste Untersuchung zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs. Mit dieser Untersuchung lassen sich selbst kleine Tumore und Darmpolypen mit sehr hoher Treffsicherheit aufspüren. Bei der Untersuchung führt der Arzt ein biegsames, schlauchförmiges Gerät durch den After in den Dickdarm bis an die Mündung des Dünndarmes ein. Damit der Untersucher die Darmwand richtig beurteilen kann, muss der Darm zuvor durch ein Abführmittel gut gereinigt werden. Durch einen kleinen Kanal innerhalb des Schlauches können Instrumente eingeführt werden, mit denen Gewebeproben (Biopsien) entnommen und Gewächse (Polypen) abgetragen werden können. Die gesamte Untersuchung dauert etwa 20-30 Minuten. Jeder Patient bekommt auf Wunsch ein Beruhigungsmittel, das ihn in einen Dämmerschlaf versetzt. Deshalb ist die Untersuchung auch weitgehend schmerzarm. In Österreich wird die Vorsorge-Koloskopie ab einem Alter von 50 Jahren empfohlen und von den Versicherungsträgern bezahlt. Bei familiärer Häufung sollte eine Darmspiegelung jedoch 10 Jahre früher erfolgen.


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