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Warum „verkalkt“ die Schulter?


|   Expertentipp

Expertentipp von Dr. René Heppner | Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

 

In vielen Fällen von Schulterschmerz sind Verkalkungen an bzw. in den Schultersehnen verantwortlich. Die Beschwerden treten dann vor allem bei Überkopf-Sportarten auf und sind nach einer gewissen Zeit auch nachts vorhanden, was das Schlafen in Seitenlage zur Qual macht. Die Ursachen der Kalkablagerungen sind nicht genau geklärt – am wahrscheinlichsten ist eine verminderte Durchblutung der Sehnenzellen. Auch erhöhter Druck auf die Schultersehne (z. B. bei asymmetrischen Muskeln) kann die Problematik verstärken. Am häufigsten betroffen sind Menschen um das 50. Lebensjahr. Mit zunehmendem Alter tritt die Erkrankung seltener auf, deshalb schließen Experten einen degenerativen Vorgang aus. Ihre Fachärztin bzw. Ihr Facharzt kann mittels Röntgen und Ultraschall den Zustand Ihrer Sehnen bewerten und eine genaue Diagnose stellen. Die Behandlung der Kalkschulter umfasst konservative (= nicht operative) sowie operative Therapien. An konservativen Optionen stehen Spritzen, Schmerzmittel, Physiotherapie und die Stoßwellentherapie zur Wahl. Operativ hat sich die Arthroskopie etabliert – dies ist ein „Schlüssellochverfahren“, bei dem der Kalkherd entfernt wird. In manchen Fällen kann eine ultraschallgestützte Kalkentfernung mittels einer Nadel und in lokaler Betäubung sinnvoll sein. Wichtig ist, einen unklaren Schulterschmerz abzuklären, damit frühzeitig mit der richtigen Therapie begonnen werden kann. 

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