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Was tun bei Krampfadern?


|   Expertentipp

Expertentipp Dr. Jörg Schnapka | FA für Allgemein- und Gefäßchirurgie

Hervortretende Krampfadern und geschwollene Beine empfinden Betroffene  oft als hässlich oder störend. Diese in ihrer Funktion eingeschränkten Gefäße stellen aber primär kein kosmetisches Problem, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung dar. Sie belasten das tiefe Venensystem und können zu Entzündungen, Thrombosen oder einem „offenen Bein“ führen. Darunter versteht man ein Geschwür, eine Wunde meist am Unterschenkel, die über einen längeren Zeitraum nicht abheilt. Geschwollene Beine sind daher ein erstes wichtiges Warnzeichen. Mittels Venendruckmessung und Ultraschalluntersuchung kann die Venenfunktion exakt bestimmt werden. Je nach Stadium erfolgt die Behandlung konservativ (allgemeine Schutzmaßnahmen, Kompressionsstrümpfe) oder mit einem operativen Eingriff. Neben dem klassischen „Venenstripping“ (Herausziehen) der Stammvene gewinnen heute die moderneren und schonenderen Verfahren, bei denen die erkrankten Venen von innen mittels Laser oder Radiofrequenz verschlossen werden, immer mehr an Bedeutung. Die beste Zeit für so einen Eingriff sind die kühleren Monate, da nach der OP vorübergehend Kompressionsstrümpfe getragen werden müssen. Die Neigung zu Krampfadern ist meist erblich bedingt und wird durch Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, langes Stehen und Sitzen, Übergewicht, Wärmeeinwirkung oder eine Schwangerschaft verstärkt. Wer erblich vorbelastet ist, kann durch Schutzmaßnahmen, z. B. mit Waden-Gymnastik, Hochlagern der Beine oder mit Stützstrümpfen Krampfadern vorbeugen.

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