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Wirbel gebrochen wegen poröser Knochen


|   Expertentipp

Expertentipp von Dr. Mark Agreiter | Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine systemische Skeletterkrankung, die im Alter gehäuft vorkommt. Dabei nimmt die Knochendichte ab, wodurch Knochen anfälliger für Frakturen werden. Mehr als jeder zehnte Patient mit Osteoporose erleidet pro Jahr eine Fraktur. Tritt der Bruch im Bereich des Brust- oder Lendenwirbels auf, handelt es sich um eine sogenannte osteoporotische Wirbelfraktur – oft tritt sie ohne Trauma sprich ohne Sturz o.Ä. auf. Plötzliche starke Schmerzen in der Brust- oder Lendenwirbelsäule können für eine solche Fraktur hinweisend sein. Ein Röntgen zeigt, ob ein Wirbelbruch vorhanden ist, weiterführend kann mittels MRT erörtert werden, ob dieser Bruch frisch ist. Diese bildgebenden Verfahren tragen maßgeblich zur Therapieplanung bei. Wie sieht diese aus? Es gibt die Möglichkeit rein medikamentöser Schmerztherapie in Kombination mit Physiotherapie, je nach Bruch eventuell auch eine Korsett-Therapie. Bei starken Schmerzen und erfolgloser konservativer Therapie kann eine sogenannte Vertebroplastie beziehungsweise Kyphoplastie durchgeführt werden. Hierbei füllt der Facharzt bzw. die Fachärztin den gebrochenen Wirbel über einen minimalinvasiven Zugang mit Knochen-Zement auf. Dies erzeugt unmittelbar Stabilität und eine deutliche Schmerzreduktion. Welche Therapie die richtige Wahl darstellt, wird im Rahmen der persönlichen Untersuchung individuell auf den Patienten abgestimmt.

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